Wie viel "Beat" hat E-Mobilität?

JUMP hat beim FM4 Frequency Festival 2019 junge Menschen befragt wie sie zu E-Mobilität stehen und welche Meinung sie bzgl. dieses Themas haben.

Hier findet ihr nun die Ergebnisse dieser Umfrage.

Stimmungsbild bzgl. E-Mobilität in der Zielgruppe 16-25 Jahren.

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse

Die Umfrage „Wie viel BEAT hat E-Mobilität“ wurde im August 2019 beim FM4 Frequency Festival durchgeführt. Insgesamt wurden dabei mehr als 130 Jugendliche im Alter von 16-25 Jahren befragt.

Die Umfrage zeigt, dass junge Menschen grundsätzlich eine positive Einstellung gegenüber der E-Mobilität haben und sie als umweltfreundliche Alternative einstufen.
So sind 59% aller Befragten davon überzeugt, dass E-Mobilität besser für die Umwelt ist. 70% sind der Meinung, dass E-Mobilität das Auto ergänzen kann und 55% denken, dass es das klassische Auto mit Verbrennungsmotor zukünftig sogar ersetzen kann.

Allgemein wird E-Mobilität von den Jugendlichen mit 30% am ehesten mit Autos assoziiert, danach kommen Fahrräder und Tretroller mit jeweils 18% und mit 15% an vierter Stelle die Bahn. Der Bus, das Motorrad und das Longboard werden am wenigsten mit E-Mobilität in Verbindung gesetzt. 

Die folgende Grafik zeigt, wie verschiedene Verkehrsmittel allgemein in Hinblick auf ihrer Umweltfreundlichkeit mit Schulnoten eingeschätzt wurden. Hierbei schneiden die Elektro-Fahrräder mit der Note 1,6 gleich nach den kommerziellen Fahrrädern, am besten ab.

50% aller Befragten würden ein E-Auto kaufen. 33% würden sich dagegen entscheiden und 17% konnten sich dazu nicht festlegen.

Bei der Frage danach, unter welchen Bedingungen die Befragten überhaupt ein Auto kaufen würden, liegt das Motiv einer subjektiv empfundenen Notwendigkeit (für die Arbeit, aus gesundheitlichen Gründen, keine Öffis vorhaben etc.) weit vorne.

Das am wenigsten ausschlaggebende Argument für einen Autokauf ist umgekehrt das einzige, das den Kauf eines E-Autos anstelle eines konventionellen Autos bevorzugt, nämlich „Statussymbol“.

Die Gründe dafür, warum die Hürden beim Kauf eines E-Autos größer sind als bei einem konventionellen Auto (wie in Abbildung 2 ersichtlich), können davon abgeleitet werden, worin die Befragten die Vorteile der E-mobilität sehen. E-Mobilität wird hierbei zwar als umweltfreundlich, aber auch als teuer eingestuft. 43% geben an, dass E-Mobilität für sie einfach nicht leistbar ist. Umgekehrt wird das E-Auto zwar als nicht merklich weniger schnell, dafür aber auch nicht für besonders attraktiv gehalten.

Hinsichtlich des Wissens über E-Mobilität gaben viele der Befragten an, gern mehr über das Thema wissen zu wollen. Besonders interessieren würde die Jugendlichen dabei folgende Fragen:

  • Wie umweltfreundlich ist E-Mobilität wirklich?
  • Wie viel CO2 verursacht E-Mobilität bzw. wie stark belastet es die Umwelt?
  • Wie funktioniert E-Mobilität überhaupt.

 

Zusammengefasst lässt sich also eine positive Grundstimmung aber auch einige Wissenslücken über das Thema in der jungen Generation feststellen. An diesem Punkt könnten gezielte Bildungsangebote gesetzt und jungen Menschen eine Plattform zur Bildung einer qualifizierten Meinung geboten werden.

 

Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem BMNT im Rahmen von klimaaktiv mobil umgesetzt.