FUJ-Einsatzstelle werden

Informationen für interessierte Organisationen

 

Sie überlegen mit Ihrer gemeinnützigen Organisation einen Einsatzplatz im Rahmen des Freiwilligen Umweltjahres anzubieten?
Anbei erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu den Rahmenbedingungen des FUJ und den notwendigen Schritten, um FUJ-Einsatzstelle zu werden. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das FUJ-Team im Büro der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP.

 

Was ist das Freiwillige Umweltjahr FUJ?
Beim Freiwilligen Umweltjahr FUJ engagieren sich junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren österreichweit in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit. Viele der FUJ-TeilnehmerInnen nutzen dieses Jahr nach Schule, Lehre oder während des Studiums zur beruflichen Orientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Sie verbessern dadurch ihre Chancen am Arbeitsmarkt oder überbrücken Wartezeiten zwischen Ausbildungen. Viele der teilnehmenden Burschen absolvieren das Freiwillige Umweltjahr FUJ auch als Zivildienstersatz.

Wer kann FUJ-Einsatzstelle werden?
Gemeinnützige Vereine und gemeinnützige GmbHs in Österreich, die Tätigkeiten aus einem (oder mehreren) der folgenden Bereiche anbieten:
> Allgemeiner Umweltschutz
> Umweltbildung
> Natur- und Artenschutz
> ökologische Landwirtschaft
> Tierschutz
> Nachhaltige Entwicklung
> Entwicklungszusammenarbeit.
Derzeit werden ca. 70 Einsatzplätze österreichweit angeboten.

Freiwilligengesetz
Die Rahmenbedingungen des Freiwilligen Umweltjahrs FUJ sind im österreichischen Freiwilligengesetz verankert, das 2012 in Kraft getreten ist.  >> Freiwilligengesetz

Kosten/Leistungen für FUJ-Einsatzstellen 2019/20:

  • Einsatzstellenbeitrag: € 560,00 pro Monat und Freiwilliger/Freiwilligem
  • Verpflegung im Ausmaß von mind. zwei Mahlzeiten täglich (direkte Verpflegung in der Einsatzstelle, finanzieller Zuschuss, Bereitstellen von Essensmarken oder Nahrungsmitteln).
  • Etwaige Fahrtkosten zwischen dem Wohnort des FUJ-Teilnehmers / der FUJ-Teilnehmerin während des FUJ und seinem/ihrem Einsatzort (z.B. bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres die Jugend-Netzfahrkarte für das jeweilige Bundesland, km-Geld nach Vereinbarung, etc.)
  • ÖBB-Vorteilscard
  • Optional: Unterkunft oder Wohnkostenzuschuss: Die Einsatzstelle kann den FUJ-TeilnehmerInnen für die Dauer des FUJ eine Unterkunft zur Verfügung stellen oder eine zusätzliche monatliche Unterstützung in Höhe von € 95,00 pro TeilnehmerIn gewähren. In letzterem Fall erhöht sich der monatliche Einsatzstellenbeitrag auf € 655,00. Beide Maßnahmen stellen jedoch freiwillige Zusatzleistungen von Seiten der Einsatzstelle dar, ein Anspruch darauf besteht nicht.

 

Schritte, um FUJ-Einsatzstelle zu werden

  • Interessierte Einsatzstellen bekommen erste Informationen durch die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, bei konkretem Interesse ist ein Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle (Download siehe unten) auszufüllen.
    Die 1. Bewerbungsfrist für Einsatzstellen läuft dabei bis 14. Dezember 2018. Zum gegenseitigen Kennenlernen kommt gerne ein/e MitarbeiterIn der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP in die Einsatzstelle, um die genauen Details zu besprechen (Ablauf, Tätigkeiten, Ansprechperson, etc.).
  • Mit der Anerkennung wird die Organisation in die Liste der FUJ-Einsatzstellen aufgenommen. Eine von der Einsatzstelle verfasste Beschreibung der Organisation wird auf der FUJ-Website veröffentlicht. >> FUJ-Einsatzstellen
    Die Einsatzstellen sind nicht dazu verpflichtet, Freiwillige aufzunehmen (falls sich etwa keine passenden KandidatInnen finden). Gleichzeitig kann auch nicht garantiert werden, dass sich InteressentInnen für die Einsatzstelle entscheiden.
  • Es folgt der Bewerbungsprozess der FUJ-InteressentInnen (Nähere Infos dazu siehe Detailinformationen unten).
    Erhält JUMP nach den Bewerbungsgesprächen von Einsatzstelle und FUJ-Interessenten/FUJ-Interessentin eine positive Rückmeldung, kann der Einsatz für den Jahrgang 2019/20 fixiert werden.
  • JUMP ist formal die Dienstgeberin der Freiwilligen und übernimmt alle weiteren Anmeldungen bei der Sozialversicherung bzw. der Zivildienstagentur.

 

Zeitliche Rahmenbedingungen des FUJ-Einsatzes

  • Die Dauer des FUJ beträgt mind. 6 und max. 12 Monate. Die FUJ-Einsätze können jährlich ab dem 1. September beginnen. Der Einstieg ist aber auch später möglich. Das Einsatzende erfolgt spätestens mit 31. August des Folgejahres.
  • Zivildienstersatz: wird das FUJ als Zivildienstersatz genutzt, beträgt die Mindestdauer des Einsatzes zehn Monate.
  • Grundsätzlich ist die Dauer des FUJ-Einsatzes bis zum vereinbarten Einsatzende verbindlich, ein Freiwilligeneinsatz kann jedoch seitens der FUJ-TeilnehmerInnen bzw. der FUJ-Einsatzstelle jederzeit vorzeitig beendet werden.
  • Die Einsatzzeit pro Woche beträgt maximal 34 Stunden.
  • Freistellung (=Urlaub) im Ausmaß von 25 Tagen bei einem Einsatz von 12 Monaten (bei 10 Monaten 21 Tage, bei 6 Monaten 13 Tage). Zusätzlich max. 20 Fortbildungstage als Freistellung für den begleitenden FUJ-Lehrgang (je nach Einsatzbeginn).
  • Der begleitende FUJ-Lehrgang läuft von Oktober bis Juni des Folgejahres.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:
>> FUJ-Einsatzstelle werden_Detailinformationen
>> Rechtliche Rahmenbedingungen für FUJ-Einsatzstellen
>> Antrag auf Anerkennung als FUJ-Einsatzstelle (digital ausfüllbar)
>> Antrag auf Anerkennung als FUJ-Einsatzstelle (handschriftlich ausfüllbar)

Antworten auf häufige Fragen finden Sie ganz unten auf dieser Seite!

Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit gerne bei uns melden!
>> Kontakt

Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!

 

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Frequently Asked Questions

Ist unsere Organisation als Einsatzstelle für das Freiwillige Umweltjahr FUJ jährlich verpflichtet eine/n Freiwillige/n aufzunehmen? Können wir uns die/den Freiwillige/n selbst aussuchen?

Nein, es besteht kein Zwang eine/n Freiwillige/n aufzunehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme eines/einer Freiwilligen liegt stets bei Ihnen, es erfolgt keine Zuteilung von Seiten der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP. Es kann daher jedoch auch keine Garantie dafür übernommen werden, eine/n passende/n Freiwillige/n für Ihre Organisation zu finden.

Unsere Organisation würde gerne einen Zivildienstpflichtigen für das Freiwillige Umweltjahr FUJ aufnehmen. Was muss dabei beachtet werden?

Für Sie als Einsatzstelle ist in diesem Fall nur die Dauer des Freiwilligeneinsatzes relevant. Der Zivildienstpflichtige arbeitet mind. 10 Monate in Ihrer Organisation mit. Darüber hinaus müssen Ihrerseits keine weiteren Punkte beachtet werden.

Unsere Organisation nimmt eine/n Freiwillige/n im Rahmen des Freiwilligen Umweltjahres FUJ auf. Müssen wir uns um die Versicherung kümmern?

Nein, die Versicherungen für die/den Freiwillige/n sowie die Lohnverrechnung werden von JUMP übernommen.

Auf was müssen wir bei Beginn des Einsatzes in der Einsatzstelle achten?

Alle Anmeldeformalitäten (GKK, etc.) übernimmt JUMP. Von Seiten der Einsatzstelle muss bei Beginn nur die Vereinbarung zwischen dem/der Freiwilligen und der Einsatzstelle gemeinsam mit dem/der Freiwilligen ausgefüllt und dann eine Kopie (ein Scan reicht) an JUMP geschickt werden. Zusätzlich werden eine Lernzielvereinbarung und Reflexionsgespräche zwischen der Organisation und dem/der Freiwilligen empfohlen. In der Lernzielvereinbarung kann festgehalten werden, welche Ziele der/die Freiwillige bis zum Ende des Einsatzes erreichen soll. Laufende Reflexionsgespräche dienen der beiderseitigen Qualitätssicherung.

Weitere Infos dazu finden Sie unter >> Materialien für FUJ-Einsatzstellen

Unsere Organisation ist Einsatzstelle für das Freiwillige Umweltjahr FUJ. Aktuell können wir jedoch leider keine/n Freiwillige/n aufnehmen. Wie ist vorzugehen?

Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP fragt jährlich bei Ihnen an, ob Sie aktuell die Möglichkeit haben, aktiv eine Einsatzstelle für eine/n Freiwillige/n anzubieten. Sollte dies aus gegebenem Anlass nicht möglich sein, verbleiben Sie für den jeweiligen Durchlauf passiv in unserem Pool an Einsatzstellen.

Unser Freiwilliger / Unsere Freiwillige möchte Urlaub nehmen. Müssen wir JUMP die Urlaubstage bekannt geben?

Nein, das ist nicht notwendig. Die Urlaubstage müssen nur mit der/dem Freiwilligen abgesprochen sein.