Fokusarbeit 21/22: Umweltschutz - Fang bei dir selbst an!

Eine Fokusarbeit von: Hannah-Marie

Hannah findet es nicht nur wichtig, dass sich die Politik oder allgemein öffentliche Organisationen für den Umweltschutz einsetzen, sondern auch - oder vor allem - bei sich selbst anzufangen. Im Privatleben setzt sie sich daher gerne für die Umwelt ein.Sie fährt schon seit einigen Jahren mindestens zweimal die Woche mit dem Fahrrad die 20 Minuten in die nächste Stadt (von Altbulach nach Neubulach, das liegt in Deutschland) zum Fußballtraining. Selbst bei Regen habe ich sie schon gesehen.Wobei ich auch weiß, dass sie es auch aus einem anderen Grund macht. Sie hat Angst vorm Autofahren, deswegen will sie es inzwischen bei jeder Gelegenheit vermeiden. Bevor sie sich selbst hinters Steuer setzen muss, oder sich mit ihrer Mutter streitet, weil die der Meinung ist, sie sollte selbst fahren, sucht sie sich eine Mitfahrgelegenheit, nimmt die Öffis oder eben das Rad.

Aber auch bevor sie schon den Führerschein hatte bzw. hätte haben können, fuhr sie mit dem Fahrrad. Dem Eisbären zuliebe, wie sie so schön sagt, und einfach auch, weil die Strecke wirklich kurz und sie der Meinung ist, dass ein zweites Aufwärmen nie schadet.

Eines ihrer schönsten Umweltschutz-Engagements war aber auch die Müllsammelaktion im letzten Frühjahr. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich sie immer nur reden gehört. Sie hatte sich darüber beschwert, wenn Müll im Straßengraben oder Wald lag. Aufgehoben hat sie ihn jedoch nur selten. Stattdessen hat sie immer von ihrem Traum gesprochen, wie cool es wäre, wenn man den gesammelten Müll einfach zur Stadtverwaltung bringen könnte, und die würden sich dann um alles Weitere kümmern, anstatt dass man selbst dafür zahlen muss, ihn wegzubringen.

Auf jeden Fall war es letzten Frühling dann endlich mal so weit, dass die Stadt Neubulach eine Müllsammelaktion organisiert hat. Man hat sich angemeldet, ein Wald-, Wiesen- oder Ortsgebiet zugewiesen bekommen und konnte schließlich für ein paar Tage allein, mit der Familie oder Freund*innen losziehen und Müll sammeln. Die Müllsäcke und Handschuhe wurden von der Stadt gestellt und am Ende der Aktion wurden die prall gefüllten Säcke von den Sammelstellen wieder abgeholt. Also genau so, wie sie sich das immer erträumt hatte.So zog sie mit ihrer Familie los und sammelte jede Menge Müll. Sie fanden sogar so viel, dass sie irgendwann abbrechen mussten, weil die Müllsäcke ausgingen. Dennoch war es eines ihrer schönsten Umweltschutzprojekte und nun kann sie es kaum erwarten, dass wieder eine solche Aktion gestartet wird, oder man das ganze Jahr über, Müll sammeln und der Stadtverwaltung übergeben kann.