Fokusarbeit 21/22: Raum des Aktivismus

Eine Fokusarbeit von: Eliam

Ein Ort wo auch andere Menschen sich für die Umwelt engagieren

Ich stehe vor der Tür, es ist an einer Hausecke zur Mur schauend. Es gehen Stufen hinauf, links, rechts und auch auf der Tür kleben Sticker aller Art, aber natürlich nur von linken Orgas. Ich mach die Tür auf und es ist warm, ein Holzofen ist dort und es brennt Feuer drinnen, wie ich dann später merkte. Ich geh weiter die Stufen hinauf, rechts sind Flyer und andere Werbemittel. Ich schaue nach rechts und seh Giorgi und drei andere Personen, ich kenn erst nur Giorgi aber alle sind auf den ersten Moment super sympathisch. Ich begrüße mich und zieh dann meine Schuhe und Jacke aus. Beim Blick auf einen Sessel hab ich mir gedacht: “Boah, der schaut chillig aus, den nehm ich” und hab das dann auch gemacht. Ich setz mich hin und es ist wohlig warm, wie in einer Hütte, überall hängen irgendwelche Sachen: Poster, Bilder, Fahnen, es wurden Sprüche an die Wand gesprayt. Der Raum ist riesig, bestimmt so 70 bis 100 Quadratmeter. Es ist auch eine große Leinwand da, wo man Filme schauen kann. Auf dem Tisch stehen Granolabites, ich liebe sie!

50 Jahre sind vergangen ich bin mit einer anderen Person an dem gleichen Ort.

Der Ort ist ein Wahrzeichen geworden, immerhin ist es einer der Orte, wo die Revolution angefangen hat. Als wir noch jung waren Spiel sich viel unserer hier Zeit ab, Aktionen zu planen, diskutieren und so weiter. Es war eine gute Zeit, ich hab so viele liebe Leute kennengelernt, die mir im Herzen geblieben sind. Ich erzähle der Person, wie es früher war, als unsere Organisation noch klein war, ganz der Anfang, mittlerweilweile sind schon viele Leute dabei und versuchen weiterhin, die Welt im Guten zu erhalten, natürlich gut und schlecht ist eine Ansichtssache, aber das ist ein anderes Thema.

Es ist fast zu einem Museum geworden, es ist nicht mehr so unbekannt wie früher, aber das ist auch ok so, Zeiten ändern sich und so auch die Menschen. Ich erzähle der Person von unseren ersten Aktionen, wie wir die Aktivismusszene von Graz aufgefrischt haben. Viele haben uns spätpubertierende Teenager genannt, aber wir lassten uns von alten weißen Männern nicht einkriegen, genau die sind es, die wir ansprechen wollten. Ich hab schon lange nicht mehr mit Giorgi und den anderen geredet, aber so ist es Freundeskreise ändern sich eben auch. Ich bin sehr glücklich, dass er und all die anderen, die ich so unglaublich lieb habe, in mein Leben gekommen sind. Sie haben mir so viel auf meinen Weg mitgegeben und mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Ich erzähle der Person von unseren Plena, es war immer so entspannend dort hinzukommen und mit den ganzen Personen zu reden. Wir haben besprochen was wir als Nächstes tun, welche Sticker wir drucken oder auf welches Thema wir aufmerksam machen wollen. Ich hab nach dem Treffen immer mehr Energie bekommen und war unglaublich inspiriert und motiviert, es war wirklich schön. Aber natürlich hat sich auch viel draußen auf der Straße abgespielt, die vielen Nacht und Nebelaktionen – es war eine gute Zeit.