Fokusarbeit 21/22: Ein kleiner Ort voller Licht

Eine Fokusarbeit von: Miriam

Der Ort strahlt vor Zusammenhalt und Überzeugung. Der Überzeugung, dass man etwas bewirken kann, er strotzt vor Ideen die Welt zu verändern und klugen Köpfen die schon Pläne dafür machen. Die Luft sirrt vor Tatendrang der jungen Menschen, die inspiriert von ihren Überzeugungen hierherkommen, um die Welt ein Stück besser zu machen, mit der Einstellung, dass es besser ist, Bäume zu pflanzen, statt sie im Tatendrang auszureißen. Man fühlt sich aufgehoben und gleichzeitig auf die beste Weise abgekoppelt von der Außenwelt, die am anderen Ende der Straße auf einen wartet. Die Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist, dass noch Zeit ist, dass es andere Menschen in meinem Umfeld gibt, die denken, dass man es schaffen kann, Denkweisen zu verändern, Menschen zu überzeugen und ein Feuer in ihnen für die revolutionärsten oder auch die simpelsten Ideen zu entfachen, das bleibt mir von diesem Ort erhalten. Die Freundschaft und der Zusammenhalt, lebt in mir weiter.
Die hellen Farben an diesem Ort, das satte Grün des Grases, inspiriert mich bis heute. Der Geruch nach selbstgekochtem Essen, von Filzstiften beim Plakate malen und von Kaffee beim gemeinsamen Frühstück nach Matratzenlagern, das bleibt mir in Erinnerung.
Als ich dort ankam, empfand ich ein Gefühl von Wärme und Freude und als wir wieder gingen, fühlte ich, dass meine Freundschaften mit den Menschen die ich dort kennenlernte, nicht so schnell vergehen würden, vielleicht sogar für die Ewigkeit waren.
Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber ich glaube ich habe schon genug erzählt, über den Ort an dem ich erkannte, dass ich nicht alleine bin, mit meinem Sorgen, mit meinen Gedanken, mit meinen Träumen.

50 Jahre später:

Die Feuerstelle hinter dem Haus ist eingefallen, die Feuerschalen, die einst zum darum herum Sitzen einluden, sind verrostet. Stattdessen ist inmitten des Amphitheaters jetzt eine Wiese, die zum Entspannen einlädt. Als ich gefragt werde, was ich hier tue, gebe ich zur Antwort, dass ich den Ort besuche, der mir vor 50 Jahren gezeigt hat, dass es Hoffnung gibt, dass wahre Freundschaft keine lange Zeit braucht, um sich zu entwickeln, sondern einfach Menschen, die einem ähnlich sind, oder auch ganz anders, am Ende aber dasselbe Ziel haben: Die Natur zu schützen und ihr den Platz schaffen, der ihr gebührt.