Exkursion

Ausflug einer Gruppe zu Weiterbildungszwecken, um sich vor Ort ein Bild zu machen, etwa von einer Müllverbrennungsanlage, Recycling-Centers, Biogasanlage, etc.

Eignung: Bis zu 30 Personen

Zeitraum: 2 Stunden bis zu einem Halbtag

Planungsdauer: 8 Wochen, Terminanfrage möglichst früh – je nach Exkursionsziel mindestens 6 Monate im Voraus

Vorteile: Ein sehr dynamisches Format, das ein Thema mit allen Sinnen erlebbar machen kann. Durch den starken Praxisbezug können Themen greifbarer vermittelt werden und hinterlassen dadurch einen stärkeren Eindruck.

 

Mögliche Schwierigkeiten:

  • Anfahrtswege müssen hinsichtlich der Dauer der Exkursion angemessen sein, z.B. bei Halbtagsexkursion nicht mehr als 45 Minuten
  • Bei Outdoorexkursionen Schlechtwetter mitbedenken

 

Materialien:

  • Anfahrtsbeschreibung
  • Kontakt der Ansprechperson
  • Kamera
  • Erste Hilfe Set

 

Praxistipps:

  • Alternativen für Schlechtwetter bei Outdoorexkursionen überlegen, z.B. Indoor-Ersatzprogramm
  • Saisonale Besonderheiten sowie mögliche Öffnungs- und Schließzeiten des Exkursionsziels mitbedenken, z.B. an Feiertagen, in den Sommerferien, etc.
  • TeilnehmerInnen spezielle Anforderungen an Ausrüstung und Kleidung im Vorhinein mitteilen, z.B. festes Schuhwerk, Regenkleidung, etc.

 

Erfahrungen bei der Anwendung des Formats mit Jugendlichen:

  • Junge Menschen neigen (wie auch viele Erwachsene) dazu, ungeduldig zu sein. Lange Anreisen können dabei schon vor der Exkursion die Stimmung und Motivation dämpfen. JUMP achtet deshalb darauf, Anreisen auf max. 30min zu reduzieren. Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass zu lange Fußmärsche zum Exkursionsort (so ökolgisch es auch sein mag), die Jugendlichen ermüden und, vor allem im Gruppenverband, sehr negativ und anstrengend wahrgenommen werden. Wir empfehlen daher eine öffentliche Anreise oder einen Fußweg von max. 20min!
  • Vorsorglich Decken und co. mitbringen! Besonders bei jüngeren Jugendlichen (16-18) ist das Outfit oft wichtiger als eine angemessene Ausrüstung bzw. Ausstattung. Das führte bei JUMP bereits dazu, dass Jugendliche im Winter mit Halbschuhen oder nur mit dünner Jacke im Wald standen. Wenn möglich finden wir es daher für ExkursionsleiterInnen ratsam, je nach Exkursion Decken, Mäntel, Regenponchos o.ä. mitzubringen.

 

Bewertung bei den Green Days: Die Hälfte der Befragten beurteilten dieses Format mit „konnte dabei sehr viel zum Thema Abfallvermeidung mitnehmen“. Damit wurde das Format "Exkursion" hinsichtlich der "Wissensvermittlung" nach dem Format "Workshop" am zweitbesten bewertet. Wichtig war den TeilnehmerInnen hier, dass sie aktiv in den Ablauf der Exkursion einbezogen werden und Dinge selber ausprobieren können. Die Exkursionen, etwa zur Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, zeigten den Jugendlichen direkte Zusammenhänge und Abläufe des Themas. Auf diese Weise wurde die Thematik greifbar und somit verständlich. 

Fazit: Das direkte Sehen, Ausprobieren und Erleben erwies sich als sehr erfolgreiches Format, um Jugendlichen das Thema näher zu bringen. Der Grund liegt in der Praxisnähe und im Erlebnisfaktor gegenüber anderen, abstrakteren Vermittlungsformen. Zu beachten ist allerdings, dass je nach Exkursion nur ein bestimmtes Feld des Gesamtthemenbereichs behandelt wird. Es zeigt sich aber, dass gerade das Herauspicken einzelner Aspekte, wie es auch beim Format "Workshop" stattfindet, bei Jugendlichen gut abschneidet. Die Behandlung des gesamten Themenfeldes "Abfallvermeidung" innerhalb nur eines Formates wirkt auf Jugendliche hingegen leicht überfordernd und teilweise zu unkonkret. Ideal ist es daher, konkrete Formate wie "Exkursionen" mit breiten Formaten wie Podiumsdiskussionen oder Filmabenden zu verbinden.

 

Eigene Erfahrungen und Feedback zu diesem Format?

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