FUJ Einsatzstelle werden

Informationen für interessierte Organisationen

 

Sie überlegen, einen Einsatzplatz im Rahmen des Freiwilligen Umweltjahres anzubieten? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Ablauf und den Rahmenbedingungen für FUJ-Einsatzstellen. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an das Büro der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP.

 

 

Ihre Vorteile als Einsatzstelle:
 

  • engagierte junge Menschen, die sich aktiv in Ihr Team einbringen
  • Mitarbeit und Unterstützung bei Tätigkeiten in Ihrer Organisation
  • Einsätze sind gesetzlich geregelt durch das Freiwilligengesetz
  • Jugend-Umwelt-Plattform JUMP als Dienstgeberin übernimmt Administration der Einsätze
  • Pädagogische Betreuung durch begleitenden FUJ-Lehrgang sichert Qualität der Einsätze

 

Wer kann FUJ-Einsatzstelle werden:

Gemeinnützige Vereine und gemeinnützige GmbHs in Österreich, welche Tätigkeiten aus einem (oder mehreren) der folgenden Bereiche anbieten:

  • Allgemeiner Umweltschutz,
  • Umweltbildung,
  • Natur- und Artenschutz,
  • ökologische Landwirtschaft,
  • Tierschutz,
  • Nachhaltige Entwicklung und
  • Entwicklungszusammenarbeit.

Derzeit werden ca. 50 Einsatzplätze österreichweit angeboten.

 

Finanzierung der FUJ Einsätze

Die Kosten eines FUJ Ausbildungsplatzes werden zu 66% von den Einsatzstellen und zu 34% durch eine gemeinsame Förderung vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft BMLFUW und allen Ländern finanziert. Dadurch ergeben sich für die FUJ-Einsatzstelle Kosten pro Einsatzmonat von:

  • 423,- € (wenn Verpflegung vor Ort angeboten wird)
  • 553,- € (wenn keine Verpflegung vor Ort angeboten wird)
  • + ÖBB-Vorteilskarte
  • + Fahrtkosten vom Wohnort zum Einsatzort (oder Unterkunft)

Davon werden die Taschengeldkosten, die Sozialversicherungsbeiträge, der pädagogische Begleitlehrgang und die Administration getragen.

 

Welche Tätigkeiten sind innerhalb eines FUJ-Einsatzes möglich?

Ein wertschätzender und anerkennender Umgang wird als Basis der Zusammenarbeit vorausgesetzt. Der FUJ-Einsatz wird als Unterstützung bei allen anfallenden Tätigkeiten innerhalb der Organisation gesehen. FUJ-TeilnehmerInnen dürfen laut Freiwilligengesetz keine Fachausbildung für die jeweilige Tätigkeit mitbringen, nicht alleinverantwortlich eingesetzt und auch nicht nur mit administrativen Tätigkeiten (wie z.B. Botendienste, Kopiertätigkeiten, etc.) beauftragt werden.
Das Freiwillige Umweltjahr FUJ soll für die Einsatzstelle sowie für den/die FUJ-Teilnehmende eine gewinnbringende und inspirierende Zeit sein, in der beide Seiten viel voneinander lernen und profitieren können.
Der Einsatz ist arbeitsmarktneutral zu gestalten, das heißt, Einsätze dürfen nicht als Ersatz für regulär Beschäftigte dienen oder deren Arbeitsplätze gefährden.

 

Ablauf des FUJ-Einsatzes - Dauer der Ausbildung - Einsatzdauer:

  • 6 - max. 12 Monate: Stichtag FUJ-Einsatzende: 31. August (d.h. frühester Beginn bei zwölf Monaten ist der 1. September des Vorjahres, bei sechs Monaten ist der späteste, mögliche Beginn am 1. März des gleichen Jahres).
  • Zivildienstersatz: wird das FUJ als Zivildienstersatz genutzt, beträgt die Mindestdauer des Einsatzes zehn Monate.
  • Grundsätzlich ist die Dauer des FUJ-Einsatzes verbindlich bis zum vereinbarten Einsatzende, ein Freiwilligeneinsatz kann jedoch seitens der FUJ-TeilnehmerInnen bzw. der FUJ-Einsatzstelle jederzeit vorzeitig beendet werden.
  • Die Einsatzzeit pro Woche beträgt maximal 34 Stunden. Dienste am Wochenende sind möglich, jedoch nicht öfter als an zwei Wochenenden im Monat.
  • Einsatzfreie Tage bei einem Einsatz von 12 Monaten – 25 Tage (Einsatzfreie Tage bei einem Einsatz von 10 Monaten – 21 Tage).
  • max. 20 Fortbildungstage als Freistellung für den begleitenden FUJ-Lehrgang (je nach Einsatzbeginn).
  • 1 Projektpräsentationstag als Freistellung

 

Anleitung, um Einsatzstelle zu werden:

Interessierte Einsatzstellen bekommen erste Informationen durch die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP, bei konkretem Interesse ist ein Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle auszufüllen. Die 1. Bewerbungsfrist für Einsatzstellen läuft dabei bis 27. Februar 2017.

Zum gegenseitigen Kennenlernen kommt ein/e MitarbeiterIn der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP in Ihre Einsatzstelle, um die genauen Details zu besprechen (Ablauf, Tätigkeiten, Ansprechperson, etc.). Nach dem Aufnahmegespräch bei JUMP erhalten die FUJ-InteressentInnen Ihre Kontaktdaten und melden sich bei Ihnen, um ein Bewerbungsgespräch in der Zeit von 29. Mai bis 23. Juni 2017 zu vereinbaren. Erhalten wir nach diesem Bewerbungsgespräch von Ihnen und dem/der TeilnehmerIn eine positive Rückmeldung, kann der Einsatz für den Jahrgang 2017/18 fixiert werden. JUMP übernimmt alle weiteren Anmeldungen bei der Sozialversicherung bzw. der Zivildienstagentur. NachrückerInnen können sich noch bis Ende Oktober für das FUJ-Programm bewerben, können dann aber auch nur noch aus einer reduzierten Anzahl an FUJ-Einsatzstellen auswählen. Von Juli bis Oktober finden dazu weitere Aufnahmegespräche statt.

Immer wieder gibt es auch FUJ-InteressentInnen, die direkt bei der Organisation um einen FUJ-Einsatz anfragen. Möchten Sie diesen Einsatz realisieren, ist nach einem positiven Aufnahmegespräch mit dem/der BewerberIn bei der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP auch diese Vorgangsweise möglich.

Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt für Organisationen. Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns jederzeit gern kontaktieren!

Wir freuen uns auf das Kennenlernen!

 

Downloads:

>> Informationsblatt für Organisationen
>> Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle

Galerien

Frequently Asked Questions

Ist unsere Organisation als Einsatzstelle für das Freiwillige Umweltjahr FUJ jährlich verpflichtet eine/n FreiwilligeN aufzunehmen? Können wir uns die/den FreiwilligeN selbst aussuchen?

Nein, es besteht kein Zwang eine/n FreiwilligeN aufzunehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme eines/einer Freiwilligen liegt im Einzelfall bei Ihnen, es erfolgt keine Zuteilung von Seiten der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP. Es kann daher jedoch auch keine Garantie dafür übernommen werden, eine/n passende/n FreiwilligeN für Ihre Organisation zu finden.

Unsere Organisation ist Einsatzstelle für das Freiwillige Umweltjahr FUJ. Aktuell können wir jedoch leider keineN FreiwilligeN aufnehmen. Wie ist vorzugehen?

Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP fragt jährlich bei Ihnen an, ob Sie aktuell die Möglichkeit haben, aktiv eine Einsatzstelle für eine/n FreiwilligeN anzubieten. Sollte dies aus gegebenem Anlass nicht möglich sein, verbleiben Sie für den jeweiligen Durchlauf passiv in unserem Pool an Einsatzstellen.

Meine Organisation würde gerne einen Zivildienstpflichtigen für das Freiwillige Umweltjahr FUJ aufnehmen. Was muss dabei beachtet werden?

Für Sie als Einsatzstelle ändert sich nur die Dauer des Freiwilligeneinsatzes. D.h. der Zivildienstpflichtige arbeitet mind. 10 Monate in Ihrer Organisation mit. Darüber hinaus müssen Ihrerseits keine weiteren Punkte beachtet werden.

Unser/e FreiwilligeR möchte auf Urlaub fahren. Müssen wir JUMP die Urlaubstage bekannt geben?

Nein, das ist nicht notwendig. Die Urlaubstage müssen nur mit der/dem Freiwilligen abgesprochen sein.