Filmabend

Eigentlich selbsterklärend: Ein Raum, ein Projektor, ein Film und schon kann‘s losgehen.

Eignung: Bis zu 200 Menschen, je nach Raumgröße
Zeitraum: 2-3 Stunden
Planungsdauer: 4 Wochen

 

Vorteile: Geringer Aufwand und große Beliebtheit

Mögliche Schwierigkeiten: Die Vorführrechte zu erwerben kann relativ kompliziert und teuer sein

Materialien: Projektor, Leinwand und Tonanlage

 

Praxistipps:

  • Für die öffentliche Vorführung von Filmen werden Vorführrechte benötigt, die bei dem für den Film zuständigen, offiziellen Verleiher erworben werden können. Der zuständige Verleiher kann auf der Website des Films ausfindig gemacht werden. Manchmal ist die Info ein wenig versteckt, z.B. beim Film "Taste the Waste" findet man die Verleiher unter "Das Filmteam anzeigen" http://tastethewaste.com/info/film#showCredits
  • Wird für Filmvorführungen kein Eintritt verlangt, kosten die Lizenzen meist weniger.
  • Umfassender Technikcheck vor der Veranstaltung: Überprüfen, ob Projektor, Soundanlage und Co funktionieren

 

Erfahrungen bei der Anwendung des Formats mit Jugendlichen:

  • Nur weil es ein "Film" ist, spricht es Jugendliche noch nicht an. Es ist wichtig, nicht nur eine "Doku", sondern eine "spezielle Doku" oder ein interessantes Filmformat zu bieten. Gute Beispiele, die auch immer sehr gut bei Jugendlichen angekommen sind, sind zum Beispiel "Plastic Planet" von Werner Boote, "Home" von Yann Arthus-Bertrand oder eben "Taste the Waste" von Valentin Thurn
  • Wenn ein Film nicht im Rahmen einer Veranstaltung wie bei den Green Days, sondern für sich allein als eigene Veranstaltung gezeigt werden soll, muss er wirklich gut sein!! Und wirklich gut heißt, von sich aus Jugendliche ansprechen. Das gelingt unserer Erfahrung nach am besten mit Spielfilmen, die bestimmte Thematiken eher "nebenbei" behandeln. Zum Thema Müll würden sich hier zum Beispiel Blockbuster Endzeitfilme anbieten. Die andere Möglichkeit ist, die Fimvorführung mit etwas "Coolem" wie einer anschließenden Party zu verbinden.

 

Bewertung bei den Green Days: Nur 1/10 der TeilnehmerInnen der Green Days beurteilte dieses Format mit „konnte dabei sehr viel zum Thema Abfallvermeidung mitnehmen“. Der Programmpunkt wurde aber "sehr gut" bewertet. Bei Gesprächen mit den Jugendlichen zeigte sich, dass diese Diskrepanz damit zusammen hängt, dass durch Filme das Thema eher unterbewusst und niederschwellig vermittelt wird. Filmabende sind somit ein sehr attraktives Format für Jugendliche, das gerade komplexe Themen ansprechend vermittelt. Wichtig scheint uns aber ein passendes Debriefing nach dem Film - etwa in Form von einer anschließenden Diskussion oder sogar einem Workshop. Auf diese Weise kann das "nebenbei" erworbene Wissen in das Bewusstsein und somit in eine aktive Auseinandersetzung mit der Thematik übersetzt werden.

Fazit: gut als ImpulsgeberIn - bedarf aber eines weiterführenden Formats zur Vermittlung und Verinnerlichung des Themas

 

Eigene Erfahrungen und Feedback zu diesem Format?

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