Best Practice Vernetzung

Austausch mit VertreterInnen von bereits bestehenden Praxisprojekten, z.B. Abfallvermeidungsprojekten, in Form von interaktiven Infoständen

Eignung: Bei 15-20 Best-Practice-Ständen bis zu 300 TeilnehmerInnen
Zeitraum: Bis zu 2 Stunden
Planungsdauer: 3-4 Monate

 

Vorteile:

  • Infos aus erster Hand
  • Inspiration und Motivation durch erfolgreiche Vorzeigeprojekte

 

Mögliche Schwierigkeiten:

  • Ausgewählte Projekte sind nicht auf die Zielgruppe angepasst und für diese daher nicht relevant
  • Attraktivität der Projekte hängt davon ab, wie interaktiv und interessant diese präsentiert werden. Reine Infostände, die Projekte alle nach gleichem Schema vorstellen, werden schnell langweilig

Je interaktivere Angebote es an den Ständen für die BesucherInnen gibt, desto lebhafter der Austausch

 

Materialien: Stehtische, Pinnwände, Flipcharts, Verlängerungskabel, Moderationsmaterial (Kärtchen, Stifte)

 

Praxistipps:

  • Mit VertreterInnen der Projekte im Vorhinein gut abklären, was von ihrer Präsentation erwartet wird, z.B. Methoden, Interaktivität, Kreativität, etc. und klären, welche Materialien sie benötigen.

 

Erfahrungen bei der Anwendung des Formats mit Jugendlichen:

  • Je jünger die Jugendlichen, desto mehr Struktur brauchen die Formate. Während JUMP mit StudentInnengruppen die Erfahrung gemacht hat, dass sie sich wirklich je nach Interesse sehr flexibel einem Stand zuwenden, brauchte es bei den Green Days (Zielgruppe: Jugendliche ab 16) oft spezielle Anregungen dafür. Angewendet wurden dazu Gewinnspiele, bei der die Antworten für die Fragen jeweils bei den Ständen zu erfragen waren oder auch fixe Zeitvorgaben und Tonsignale, die zum Wechsel oder Hingehen zu einem Stand konkret aufforderten. Hier gilt nach der Erfahrung von JUMP: mit Herausforderungen, einer speziellen Aufgabe und fixer Struktur ausgestattet starten die Jugendlichen motiviert in das Format. Die konkreten Inputs und Ideen von den Ständen nehmen sie dann automatisch mit
  • Neben Interaktionsmöglichkeiten peppen Bilder, insbesondere bewegte Bilder, jeden Stand auf! Vor allem junge Menschen sind von langen Texten und vollbedruckten Plakaten abgeschreckt. Sie wollen die Info verbildlicht, damit sie sich etwas darunter vorstellen können. Bei JUMP-Veranstaltungen bitten wir daher alle StandbetreuerInnen, auf jeden Fall Fotos, wenn möglich sogar Videos, mitzubringen und diese (z.B. auf einem Laptop) am Stand zu zeigen.

 

Bewertung bei den Green Days: Nur sehr wenige der TeilnehmerInnen gaben an, dass sie durch dieses Format „sehr viel zum Thema Abfallvermeidung mitnehmen“ konnten. Es zeigte sich, dass die Auseinandersetzung mit Projekten zur Thematik bereits eines umfassenderen Vorwissens bedarf. Nur Jugendliche, die sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt haben und vielleicht sogar bereits den Entschluss gefasst haben, selbst aktiv werden zu wollen, reagieren überdurchschnittlich gut auf dieses Format. 

Fazit: Das Format zeigt zwar eine breite Palette an Herangehensweisen auf, für eine noch nicht geschulte/informierte Gruppe aber zu abstrakt bzw. zu weit. Das Format eignet sich somit basierend auf den Erfahrungen der Green Days eher als "Finale", wenn Jugendliche beschließen, selbst Projekte zum Thema initiieren zu wollen.

 

Eigene Erfahrungen und Feedback zu diesem Format?

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